Ausgabe für Österreich | www.kieser-training.com
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Herr Kieser, in Ihren Büchern und Vorträgen appellieren Sie stets an die Vernunft des Menschen. Sind Sie ein Aufklärer?
Ich bin Unternehmer, weil ich der Ansicht bin, dass sich eine Idee nur auf diese Weise konsequent umsetzen lässt. Auf dem institutionellen Weg würde sie durch heterogene politische und monetäre Interessen zerstört. Mein Unternehmen ist somit das Vehikel für die Idee.
Und diese Idee ist einfach: Wir bestehen im Wesentlichen aus Muskeln, Sehnen und Knochen. Diese muss man trainieren, sonst kriegt man früher oder später Probleme.
Gesundheit ist also bloß eine Frage des Trainings?
Natürlich nicht. Aber die inneren Organe sind die «Diener» der Muskeln: Arbeiten die Muskeln, sind die inneren Organe gefordert und bleiben gesund. Müssen diese nicht liefern, verkommen sie. Auch Mediziner scheinen diesen simplen Zusammenhang manchmal zu vergessen. Eine starke Muskulatur ist die Basis für ein gesundes Leben und ein systematisches Krafttraining das Mittel zum Zweck. Irgendwann wird Krafttraining so selbstverständlich sein wie Zähneputzen.
Was macht Sie da so sicher?
Auch wenn es nicht immer den Anschein macht, so sind wir Menschen doch vernunftbegabte Wesen, denen die Notwendigkeit einer Sache bewusst werden kann. Mit regelmäßigem Training ersparen wir uns eine Menge Beschwerden – und das bei einem sehr guten Kosten-Nutzen- Verhältnis. Mit Kieser Training erzielen sie viel Wirkung bei moderatem Aufwand. 2x 30 Minuten Training pro Woche reichen völlig aus.
Länger hält man es in Ihren Studios auch kaum aus, so kahl wie die sind.
Wir sagen Betriebe, weil wir etwas produzieren, nämlich «Magermasse», das heißt Muskel- und Knochensubstanz. Der Begriff «Studio» hat eher etwas mit Fitness zu tun. Kieser Training ist etwas anderes. Uns geht es nicht um Wellness- oder Wohlfühl-Programme. Wir möchten unseren Kunden helfen, ihren Körper gesund und dynamisch zu erhalten.
Ihre Kunden sollen sich bei Ihnen nicht wohl fühlen?
Natürlich sollen sie das. Aber das ist nicht der Zweck, sondern das Training und der Muskelaufbau. Das macht zwar nicht unbedingt Spaß, aber glücklich. In meinem ersten Betrieb gab es zwischenzeitlich Sauna, Bar und Solarium. Was ist passiert? Die Leute lagen nur noch herum, fanden alles toll, nur trainiert haben sie nicht. Da habe ich alles wieder rausgeschmissen.
Hätten Sie nicht wenigstens die Musik lassen können?
Wir wollen die Konzentration der Trainierenden durch nichts stören. Die Einrichtung unserer Betriebe folgt dem Bauhaus-Grundsatz «form follows function». Und die meisten Kunden stimmen mit unserer minimalistischen Gestaltung überein.
Bauhaus-Begeisterte und Muskeltraining – passt das zusammen?
Sehr gut! Form follows function gilt auch für den Körper. Der Zweck des Kieser Trainings ist die Kraftentwicklung, weil ein kräftiger Körper einfach besser funktioniert und weniger anfällig ist für alle möglichen Gebrechen wie Rückenschmerzen oder Osteoporose. Aber natürlich sieht ein trainierter Körper auch besser aus.
Der Rücken ist Ihr Lebensthema.
Ja, viele Kunden kommen zunächst als Rückenschmerzpatienten zu uns und haben oft schon viele erfolglose Therapien hinter sich. Dabei müsste das nicht sein. In den meisten Fällen sind die Beschwerden mit einer zu schwachen tief liegenden Rückenstreckmuskulatur verbunden und lassen sich gut behandeln. Und zwar wesentlich billiger und effizienter als mit Medikamenten, Spritzen und Operationen. Acht von zehn Rückenoperationen sind überflüssig. Wir geben volkswirtschaftlich viel zu viel Geld aus für Behandlungsmethoden, die lediglich die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen beheben.
Wie sind Sie auf Kieser Training aufmerksam geworden?
Ortmayer: Durch ein Stelleninserat. Ich habe mich dann auf der Homepage umgesehen und mich gleich beworben. Ich habe Sportwissenschaften studiert und war auf der Suche nach einer Vollzeitbeschäftigung.
Grün: Mich hat auch das Zeitungsinserat neugierig gemacht. Ich bin Heilmasseurin und habe mir gedacht: Das passt für mich sehr gut.
de Waard: Ich habe als Rezeptionist in einem Hotel gearbeitet und dabei Herrn Kälin als Gast kennengelernt. Er war in Wien, um den ersten Betrieb vorzubereiten. Ich fand seine Erläuterungen sehr interessant und habe mich beworben, obwohl ich aus einem ganz anderen Bereich komme. Ich habe Germanistik studiert.

Von links nach rechts: Gert de Waard,
Karin Ortmayer, Eva Grün
Können Sie sich noch an die Anfangszeit erinnern?
Ortmayer: Wir waren vor der Eröffnung drei Monate in Ausbildung und haben uns dabei immer wieder gefragt, wie es wohl anlaufen wird und ob viele Leute kommen werden.
Grün: Die Eröffnung hat all unsere Hoffnungen übertroffen. Wir waren von der ersten Minute weg sehr unter Druck und mussten bald Personal aufstocken. Kieser Training ist extrem gut angenommen worden.
de Waard: Es war aber auch manchmal schwierig. Das Konzept war neu und unbekannt. Es war viel Aufklärungsarbeit notwendig und es gab die einen oder anderen Diskussionen.
Was begeistert Sie nach so vielen Jahren an Ihrer Arbeit?
Ortmayer: Für mich ist es nach wie vor das Konzept. Es hat mich früher – was mir gar nicht so bewusst war – an dieser Branche der Small Talk gestört und dass die Leute vergessen, warum sie da sind.
Grün: Vor allem ist es auch eine Zukunftsbranche. Das ist für mich, weil ich nicht mehr so jung bin, auch ausschlaggebend.
de Waard: Ich mag die Unternehmenskultur und das Betriebsklima. Auch die vielen schönen Rückmeldungen von Kunden motivieren mich immer wieder aufs Neue.
Wie sehen Ihre Kieser Training-Pläne für die Zukunft aus?
Ortmayer: Mit der Leitung von zwei Betrieben bin ich schon sehr gut ausgelastet. Aber bei der weiteren Expansion werde ich wieder gerne mithelfen, damit ein neuer Betrieb gut startet.
Grün: Bei der Eröffnung einer Filiale in Klagenfurt könnte ich mir durchaus vorstellen, in leitender Funktion mitzuarbeiten.
de Waard: Für mich wäre noch Kieser Training in Holland interessant, wenn es dort zu einer weiteren Expansion kommt.

Herr Ludwig, Sie nennen die Dinge gerne beim Namen. Was gehört zu Kieser Training gesagt?
Für mich ist Kieser Training der beste Einstieg in alle drei Programme von mir, also in das Verhindern von Herzinfarkt, den Diätwahnsinn und die sexuelle Unzufriedenheit. Für alle drei ist Muskelschutz etwas absolut Notwendiges.
Was dürfen wir uns von Ihrem Programm bei den vier Jubiläumsfeiern erwarten?
In meinen Programmen geht es immer um Gesundheit. Es hat sich in den letzten Jahren bei den Themen Herz, Diät und Sex sehr viel geändert. Ich bringe nur das, was wirklich neu und erzählenswert ist, weil ich ja einen therapeutischen Ansatz habe. Denn wir bestimmen das lustlose Leben wie auch das lustvolle Leben selbst. Und wenn man erkennt, dass wir der Motor für diese Ursache sind, dann weiß man auch, in welche Richtung man sich bewegen soll.
Für die Jubiläumsfeiern habe ich das Thema Muskelschutz als Seminarkabarett aufbereitet. Mein Programm wird somit eine Erstaufführung sein.

Frau Kainrath, Sie haben eine Solo- Karriere, singen in diversen Ensembles, sind Schauspielerin und zwischendurch Dancing Star. Trainieren Sie regelmäßig?
Ich habe Phasen. Es gibt Monate, in denen ich sehr oft trainiere und dann reißt das etwa durch eine Tournee ab. Anschließend brauche ich einige Zeit, bis ich wieder regelmäßig trainiere.
Was bringt Sie wieder zurück?
Dass ich weiß, wie gut mir das Training tut.
Was gefällt Ihnen an Kieser Training?
Dass es primär um die Gesundheit geht und die Schönheit ein positiver Nebeneffekt ist. Es geht nicht um das Ideal eines Körpers, das eh keiner hat.
Worauf dürfen wir uns bei der Jubiläumsfeier in Wien freuen?
Ich werde einen befreundeten Pianisten bitten, dass er mich begleitet und dann werden wir einige Lieder spielen, so in Richtung easy listening.

Herr Euler-Rolle, wie motivieren Sie sich seit zehn Jahren zum regelmäßigen Kieser Training?
Eigentlich ist es einfach, wenn man dem Krafttraining einen Platz in seinem Leben gibt.
Es kursiert das Gerücht, dass Sie regelmäßig mit «überhöhter Geschwindigkeit » beim Training erwischt werden.
(Lacht) Es kann schon mal passieren, dass ich von den Instruktoren wegen Geschwindigkeitsübertretung ermahnt werde. Vor allem beim Anheben des Gewichtes kann es vorkommen, dass ich bei meinen speziellen Freunden (bei bestimmten Maschinen, Anm.) versuche, beim vorgegebenen Tempo zu schummeln.
Sie moderieren die Jubiläumsfeiern. Was wollten Sie Werner Kieser immer schon fragen?
Mich interessiert die Erfolgsgeschichte von Kieser Training. Wie man es von einem Kraftstudio mit viel Eisen dorthin schafft, wo Kieser Training heute steht; zu einer starken Marke.
