Ausgabe für Deutschland | www.kieser-training.com
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ich habe Kieser Training vor über 40 Jahren mit einem ersten Trainingsraum in Zürich gegründet. Vor 30 Jahren entschied ich mich, weitere Betriebe zu eröffnen.
Mittels Franchising expandierten wir – zunächst in der Schweiz, später in Deutschland, Luxemburg, Großbritannien, Österreich, den Niederlanden, Australien, Tschechien, Spanien und seit 2009 in Singapur.
Ende letzten Jahres lief unser Vertrag mit dem Schweizer Masterfranchisenehmer, der Jost Thoma Holding AG, aus. Eine Vertragsverlängerung kam nicht in Frage. Auch war der Franchisenehmer nicht an einem Verkauf interessiert.
Damit wir Schweizer auch weiterhin vom Nutzen des Kieser Trainings profitieren können, haben wir bereits sechs neue Trainingsbetriebe eröffnet: in Basel, Bern, Kreuzlingen, Frenkendorf, Zürich-Enge und Zürich-Oerlikon. In den kommenden drei bis fünf Jahren planen wir, das Kieser Training-Netz in der Schweiz auf 30 Betriebe auszuweiten.
Die Standorte für Ihr Training während des nächsten Schweizaufenthalts erfahren Sie unter www.kieser-training.de.
Viel Vergnügen beim Training und beim Lesen wünscht Ihnen Werner Kieser

Kieser Training-Kundin Angelika Vitzthum, 44, Presse- und Marketingreferentin:
«Endlich eine Gesundheitsreform, die wirkt.»
Kollektive Kostenfalle
Unsere Gesellschaft altert – das ist nichts Neues. Die Folgen sind ebenfalls bekannt. Mit steigendem Durchschnittsalter erhöht sich die Anfälligkeit für Krankheiten. Hinzu kommt: Bewegungsmangel führt verstärkt zu Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rückenschmerzen – und das oft schon in jungen Jahren. Medizin und Gesundheitswesen sind hoch technisiert und entsprechend teuer sind die Behandlungsmethoden. Das lässt die Kosten explodieren. Die Gesamtkosten in Deutschland stiegen 2008 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 253 Milliarden Euro. Ein Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt lag 2008 bei 283,2 Milliarden Euro. Trotz des rigiden Sparkurses fehlten den gesetzlichen Krankenkassen im letzten Jahr rund 3,1 Milliarden Euro, die aus Rücklagen oder über Zusatzbeiträge der Versicherten finanziert werden müssen.
Perspektivenwechsel
Haben Sie schon mal über Folgendes nachgedacht: Wenn Sie fleißig bei Kieser Training trainieren, tun Sie dies nicht nur im Dienst Ihrer Gesundheit. Indem Sie Ihr persönliches Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken, reduzieren Sie langfristig die Kosten im Gesundheitssystem. Eine detaillierte Bezifferung des Einsparungspotenzials gibt es indes noch nicht. Wohl existieren Modellrechnungen aus anderen Ländern, die sich auf Deutschland übertragen lassen. Ein Beispiel: Kanadische Wissenschaftler schätzen, dass schon eine zehnprozentige Reduktion der körperlichen Inaktivität der Gesamtbevölkerung die Krankheitskosten um 100 Millionen Euro jährlich verringern würde. Übertragen auf die Bevölkerungszahl Deutschlands entspricht das einem jährlichen Einsparungspotential von über 240 Millionen Euro.
Vielleicht motiviert Sie das zusätzlich, wenn Sie das nächste Mal die Gewichte stemmen: Sie und rund 240.000 Kieser Training-Kunden in Deutschland sind eine Art volkswirtschaftlicher Gesundheitsreform.
Sage noch mal einer, wir Menschen wären alle unterschiedlich – im tiefsten Inneren sind wir alle gleich. Zumindest gleich warm: In unser aller Körperkern herrschen mummelige 37 Grad Celsius. Punktum! Egal wie warm oder kalt es rund herum ist – der Körper will die inneren Organe mittels Wohlfühl-Temperatur partout bei Laune und Funktion halten.
Eine Ausnahme ist der Sport: Für die trainierende Körpermitte gelten rund 39 Grad als ideal. Deswegen lautet die Devise vor dem Sport: aufwärmen! Ordentlich einheizen sollen wir uns, um leistungsfähige 39 Grad zu erreichen. Die Sache hat allerdings einen Haken wie Studien zeigen konnten: Weder langsames Laufen noch intensives Intervalltraining bringen das Körperinnere auf diese Temperatur. Freizeitsportler schaffen nicht mal eine Erhöhung um ein Grad. Zudem macht so ein Aufwärmen schon vor dem eigentlichen Training schlapp – in den Fitnessstudios strampelt man sich also vergebens ab. Zwar bringen sie damit ihre Muskulatur auf Touren, doch bis der letzte Muskel im Training an der Reihe ist, ist der Aufwärmeffekt längst verpufft.
Die Lösung fürs Dilemma? Liegt wieder einmal in unseren Muskeln: Aufgrund der Kontraktionen vermindert sich die Blutzufuhr und damit die Sauerstoffversorgung des Muskelgewebes – das sorgt für zunehmende Wärme. Praktischerweise wird also jeder Muskel bei Kieser Training direkt aufgewärmt – und nicht per Strampeln auf dem Ergometer, sondern bei jeder Übung. Ganz automatisch. Und für jeden gleich.
Dr. med. Martin Weiß: «Muskelkraft ist die stärkste Medizin», Lüchow, 2008
Werner Kieser: «Ein starker Körper kennt keinen Schmerz», Heyne, 2003
