Ausgabe für Österreich | www.kieser-training.com     Seite drucken     PDF

Sehr geehrte Leserin, Sehr geehrter Leser,

das Geschäft mit chronischem Schmerz boomt und die «Symptombekämpfung» ist so vielseitig passiv wie noch nie.

Schmerzen begleiten den Menschen seit jeher. Als Warnfunktion vor potentiellen Schädigungen sind sie für den Menschen sogar unentbehrlich. Wenn aber in den westlichen Ländern rund 21 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 49 Jahre und von den über 50-Jährigen fast doppelt so viele an chronischem Schmerz leiden - davon an erster Stelle Rückenleiden gefolgt von Kopf- und Nackenbeschwerden - ist dies volkswirtschaftlich, ja sogar kulturell äußerst bedenklich.

Umso mehr freue ich mich über Ihre vorbildliche, aktive und regelmäßige «Ursachenbekämpfung».

Ralf Kälin, Geschäftsführer, Kieser Training Österreich

 

5. Wiener Schmerztag

Freitag, 15. April 2011, 10.00 – 18.00 Uhr, Festsaal des Wiener Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Bereits zum fünften Mal informiert der Wiener Schmerztag zum Thema Schmerz. Kieser Training ist erstmalig mit Stand, Publikumsvortrag und Schnupperseminar dabei.

14.40 – 15.00 Uhr
Vortrag «Ein starker Körper kennt keinen Schmerz» von Dr. Martin Weiß

15.00 – 16.00 Uhr
Schnupperseminar «Muskelkraft ist die stärkste Medizin» mit Dr. Martin Weiß

10.00 – 18.00 Uhr
Kieser Training-Informationsstand

Steigt die Kraft, sinkt der Schmerz

1,5 Millionen Österreicher laborieren an chronischen Schmerzen. An erster Stelle stehen dabei Rückenleiden, gefolgt von Kopf- und Nackenproblemen. Auch wenn die Ursache woanders liegt, trägt regelmäßiges Kieser Training auf vielfältige Weise zur Schmerzlinderung bei. Schonung ist hingegen der falsche Ansatz.


 

Bereits in der Antike erkannten Ärzte, dass richtige Lebensführung und körperliches Training wesentliche Heilmittel sind. Mittlerweile ist der Nutzen, den gut ausgebildete Muskelkraft auf die Stabilität im Rücken und in den Gelenken hat, wissenschaftlich gesichert. So zeigen Studien aus den USA, dass bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen die Muskelkraft in der Lendenwirbelsäule im Durchschnitt um 50 Prozent vermindert ist.

Trainieren statt schonen
Der Irrglaube, dass Schonung die beste Antwort auf Schmerz sei, ist weit verbreitet. Dabei schwächt Schonung den Körper nur noch mehr. Immer noch werden statt nachhaltiger Maßnahmen kurzfristige Symptombekämpfungskonzepte wie Medikamente, Massagen, Krankengymnastik oder Wärme angewendet.

Dabei gilt: Steigt die Kraft, sinkt der Schmerz. Wie sehr, das hat die Studie «Kieser Training wirkt» 2009 eindrücklich gezeigt. 69 Prozent der Teilnehmer mit anfänglichen Beschwerden verspürten nach sechsmonatigem Training nur noch leichte bis gar keine Schmerzen. Beim assistierten Training an der Test- und Therapiemaschine für die Lendenwirbelsäule liegen die Erfolge sogar bei über 80 Prozent.

Von Kopfweh bis Rheuma
Krafttraining wirkt dabei über die reine Kräftigung hinaus. Es steigert den lokalen und regionalen Stoffwechsel und damit das Potenzial zur Selbstheilung. Zudem wirkt es sich positiv auf das vegetative Nervensystem und das seelische Gleichgewicht aus. Das wiederum verändert die Schmerzwahrnehmung. Außerdem bildet Krafttraining die Basis für Ausdauersport, der ebenfalls schmerzlindernd wirkt.

Daher sehen viele bei unterschiedlichen Krankheiten Kieser Training als wesentlichen Teil der Schmerztherapie. Beim Spannungskopfschmerz ebenso wie bei Ischias oder arthrotisch bedingten Gelenksschmerzen. Auch der Verlauf diverser rheumatischer Erkrankungen lässt sich mit Krafttraining positiv beeinflussen. «Es kommt sehr stark darauf an, um welche rheumatische Erkrankung es sich handelt. Auch ob und in welchem Ausmaß Gelenke von der rheumatischen Entzündung betroffen sind», erklärt Dr. Martin Weiß, ausbildender Arzt bei Kieser Training: Oft muss man das Training auf den Gesundheitszustand des Menschen laufend anpassen. Weiß: «Doch die Kunden können weiterhin Krafttraining machen und von dessen positiven Effekten profitieren. Und das zählt.»

Wenn’s beim Training schmerzt
Kieser Training-Kunden sollten sich bei auftretenden Schmerzen an einen Instruktor wenden oder einen Termin bei einem im Kieser Training-Betrieb niedergelassenen Arzt vereinbaren. Meist bringt schon eine leichte Anpassung des Trainingsprogramms Linderung.

Die starke Zahl

Sage noch mal einer, wir Menschen wären alle unterschiedlich – im tiefsten Inneren sind wir alle gleich. Zumindest gleich warm: In unser aller Körperkern herrschen mummelige 37 Grad Celsius. Punktum! Egal wie warm oder kalt es rund herum ist – der Körper will die inneren Organe mittels Wohlfühl-Temperatur partout bei Laune und Funktion halten.

Eine Ausnahme ist der Sport: Für die trainierende Körpermitte gelten rund 39 Grad als ideal. Deswegen lautet die Devise vor dem Sport: aufwärmen! Ordentlich einheizen sollen wir uns, um leistungsfähige 39 Grad zu erreichen. Die Sache hat allerdings einen Haken wie Studien zeigen konnten: Weder langsames Laufen noch intensives Intervalltraining bringen das Körperinnere auf diese Temperatur. Freizeitsportler schaffen nicht mal eine Erhöhung um ein Grad. Zudem macht so ein Aufwärmen schon vor dem eigentlichen Training schlapp – in den Fitnessstudios strampelt man sich also vergebens ab. Zwar bringen sie damit ihre Muskulatur auf Touren, doch bis der letzte Muskel im Training an der Reihe ist, ist der Aufwärmeffekt längst verpufft.

Die Lösung fürs Dilemma? Liegt wieder einmal in unseren Muskeln: Aufgrund der Kontraktionen vermindert sich die Blutzufuhr und damit die Sauerstoffversorgung des Muskelgewebes – das sorgt für zunehmende Wärme. Praktischerweise wird also jeder Muskel bei Kieser Training direkt aufgewärmt – und nicht per Strampeln auf dem Ergometer, sondern bei jeder Übung. Ganz automatisch. Und für jeden gleich.

Buchempfehlungen

Dr. med. Martin Weiß: «Muskelkraft ist die stärkste Medizin», Lüchow, 2008

Werner Kieser: «Ein starker Körper kennt keinen Schmerz», Heyne, 2003