Ausgabe für Schweiz | www.kieser-training.com
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Der Zuspruch nach unserem Neustart in der Schweiz hat mich nicht nur überrascht, sondern auch gerührt.
Ich habe persönliche Briefe von Kunden erhalten, die schon seit über dreissig Jahren bei Kieser trainieren und noch von mir im ersten Betrieb an der Grüngasse 21 eingeführt wurden.
Die neuen Maschinen werden gelobt und das konsequente architektonische Konzept begrüsst. Vor allem aber erhalte ich Anerkennung für das Engagement der Mitarbeiter. Es war somit ein richtiger und wichtiger Entscheid, den internationalen Standard von Kieser Training nun auch in dessen Ursprungsland einzuführen.
Ich danke allen «Veteranen» wie auch den «Neuen» für ihr Vertrauen und ihre Entscheidung für die Marke.
Viel Vergnügen beim Training und beim Lesen wünscht Ihnen Werner Kieser
Basel, Hirschgässlein 30
Bern, Monbijoustrasse 10
Frenkendorf, Güterstrasse 8
Kreuzlingen, Nationalstrasse 6
Zürich-Enge, Lessingstrasse 5
Zürich-Oerlikon, Binzmühlestrasse 80

Foto: © Kieser Training/Michael Ingenweyen
Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung der Schweiz dürfte gemäss dem Bundesamt für Statistik bis 2050 von 16,6 Prozent (2008) auf rund 28 Prozent ansteigen. Das bedeutet eine markante Zunahme der älteren Bevölkerung. Marco Caimi, einer der Pioniere der Medizinischen Kräftigungstherapie, sieht in diesem Trend einen der Hauptgründe für die weiter zunehmende Bedeutung des Krafttrainings als Teil der Gesundheitsförderung und der medizinischen Therapie.
«Krafttraining muss für die älteren Menschen eine Selbstverständlichkeit zum Erhalt ihrer Mobilität werden wie das Zähneput zen zum Erhalt der Kaufunktion», fordert Caimi. Auch jüngeren Menschen, die noch im Berufsleben stehen, rät er in Unternehmensseminaren und als Arzt in seiner Praxis für Medizinische Kräftigungstherapie zu regelmässigem Krafttraining als wirksame Massnahmen zur Prävention und Behandlung berufsbedingter Beschwerden.

Dr. Marco Caimi
Was Marco Caimi schon seit den Anfängen seiner ärztlichen Tätigkeit vertritt, war in Fachkreisen lange Zeit nicht bekannt und deshalb suspekt. Er erinnert sich noch gut an die Ablehnung, die ihm aus der Ärzteschaft entgegenschlug, als er vor bald 20 Jahren in Basel seine Praxis für Medizinische Kräftigungstherapie eröffnete. «Es war von unethischer Apparatemedizin die Rede und man unterstellte mir, fachliche Schwächen durch Hightech-Geräte kompensieren zu wollen», blickt er mit einem Lächeln zurück.
Nach wenigen Jahren wurde das erfolgreiche Konzept, das er von Dr. med. Gabriela Kieser aus Zürich übernommen hatte, ein erstes Mal von einem Spital in seiner näheren Umgebung kopiert, später kamen aufgrund der nachgewiesenen Behandlungserfolge weitere Nachahmer dazu und verhalfen damit dem Krafttraining in der Schulmedizin zum Durchbruch.
«Den Körper positiv zu spüren, wirkt sich auch ausgleichend auf die Psyche aus», erklärt Dr. Caimi und leitet damit auf seine Erfahrung mit Krafttraining bei psychischen Erkrankungen über. Sportliche Aktivitäten so auch Krafttraining werden heute in der Behandlung der Burnout-Erkrankung therapeutisch eingesetzt. Wichtig sei dabei, dass die Freude und die Auseinander-setzung mit dem eigenen Körper im Vordergrund stehe – und nicht ein Wettbewerb, der noch zusätzlichen Stress verursache.
«Mit seinem Prinzip einer hohen Effizienz, der klaren Messbarkeit und seiner Reduktion auf das Wesentliche passt Kieser Training auch über 40 Jahre nach der Unternehmensgründung in un-sere moderne Zeit und lässt sich trotzdem ganz gut mit Lebensfreude und Genussfähigkeit in Einklang bringen», zieht Marco Caimi Bilanz. «Diese Mischung wird auch 2050 noch Bestand haben.»
Sage noch mal einer, wir Menschen wären alle unterschiedlich – im tiefsten Inneren sind wir alle gleich. Zumindest gleich warm: In unser aller Körperkern herrschen mummelige 37 Grad Celsius. Punktum! Egal wie warm oder kalt es rund herum ist – der Körper will die inneren Organe mittels Wohlfühl-Temperatur partout bei Laune und Funktion halten.
Eine Ausnahme ist der Sport: Für die trainierende Körpermitte gelten rund 39 Grad als ideal. Deswegen lautet die Devise vor dem Sport: aufwärmen! Ordentlich einheizen sollen wir uns, um leistungsfähige 39 Grad zu erreichen. Die Sache hat allerdings einen Haken wie Studien zeigen konnten: Weder langsames Laufen noch intensives Intervalltraining bringen das Körperinnere auf diese Temperatur. Freizeitsportler schaffen nicht mal eine Erhöhung um ein Grad. Zudem macht so ein Aufwärmen schon vor dem eigentlichen Training schlapp – in den Fitnessstudios strampelt man sich also vergebens ab. Zwar bringen sie damit ihre Muskulatur auf Touren, doch bis der letzte Muskel im Training an der Reihe ist, ist der Aufwärmeffekt längst verpufft.
Die Lösung fürs Dilemma? Liegt wieder einmal in unseren Muskeln: Aufgrund der Kontraktionen vermindert sich die Blutzufuhr und damit die Sauerstoffversorgung des Muskelgewebes – das sorgt für zunehmende Wärme. Praktischerweise wird also jeder Muskel bei Kieser Training direkt aufgewärmt – und nicht per Strampeln auf dem Ergometer, sondern bei jeder Übung. Ganz automatisch. Und für jeden gleich.
Dr. med. Martin Weiß: «Muskelkraft ist die stärkste Medizin», Lüchow, 2008
Werner Kieser: «Ein starker Körper kennt keinen Schmerz», Heyne, 2003
