Ausgabe für Deutschland | www.kieser-training.com
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Die Nackenmuskeln sind die Dauerarbeiter unter unseren Muskeln – den lieben langen Tag balancieren Trapezius & Co. den Kopf aus. Belastend ist für sie vor allem Monotonie: Bewegungsarmut bei der Bildschirmarbeit oder beim Autofahren. Häufige Folge: Verspannung wegen Permanent-Anspannung. Das ist umso fataler, weil eine schmerzhafte Nackenmuskulatur unser Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen kann – bis hin zu Störungen des Gleichgewichts und Sehvermögens.
Erste Hilfe und langfristige Linderung bei massiven Beschwerden liefert die Cervical-Extension-Therapie- Maschine. Sie ist der Nacken-Experte unter den Rücken-Maschinen. Wer unter leichten Verspannungen und Beschwerden leidet oder diesen vorbeugen möchte, kann auf die kleinere Maschinen-Schwester G5 zurückgreifen. Auch sie trainiert nicht nur die oberflächlichen, sondern ebenso die mittleren und tiefen Schichten der Nackenmuskulatur. Wichtig dabei: Der Schultergürtel sollte für ein effektives Training stabil gehalten werden – ansonsten verpufft die Wirkung der hilfreichen Übung. Besonders gute Erfolge erzielt man übrigens mit der Super-slow-Methode mit bis zu 120 Sekunden Belastungsdauer. Damit sind die Nackenmuskeln dann für ihre tagtägliche Halte-Aufgabe bestens gewappnet.

Anika Stephan
Forschungsabteilung Kieser Training
Bei Kieser Training führen Sie die Übungen möglichst über den vollen Bewegungsumfang aus. Schließlich steigert dies Ihre Beweglichkeit. Beim Training der Nackenmuskulatur an der G5 ist dies allerdings nicht zwingend angezeigt, denn es kann zu Nebenwirkungen führen. Die Ursache: Oft sind die mittleren und unteren Halswirbelsäulengelenke arthrotisch verändert oder blockiert, obwohl Sie dies im Alltag weder spüren noch bemerken. Beim Training im letzten Viertel des Bewegungsumfangs, also bei überstreckter Halswirbelsäule, können sich diese Vorschäden aber schmerzhaft bemerkbar machen.
Orientieren Sie sich an dieser Maschine an einem Bewegungsumfang, mit dem Sie sich wohlfühlen. Steigern Sie die Gewichte nur nach guter Verträglichkeit der vorangegangenen Trainingseinheit. Auch bei einer im Vergleich zu den anderen Übungen geringeren Belastungsintensität profitieren Sie von den wertvollen Effekten des Krafttrainings. In diesem Fall heißt das: Mobilisierung der Halswirbelsäule, Kräftigung, gesteigerte Durchblutung der Nackenmuskulatur und eine verbesserte Ernährung der Bandscheiben.
Sobald Sie ein Trainingsgewicht gefunden haben, mit dem Sie Ihre Nackenbeschwerden gut im Griff haben, »frieren» Sie dieses ein. Unsere langjährige praktische Erfahrung zeigt: Die Gewichte bei Männern sollten 110 Pfund und bei Frauen 80 Pfund nicht übersteigen.
Minimaler Aufwand, maximaler Erfolg – nach dieser Maxime trainiert man besonders gerne. Insbesondere wenn die Effektivität wissenschaftlich bewiesen ist. Jetzt bescheinigte eine Studie der Universität Koblenz- Landau dem Einsatztraining, wie es bei Kieser Training in ähnlicher Form praktiziert wird, überzeugende Effekte. Beim untersuchten Hoch- Intensitäts-Training (HIT) wird jede Übung nur einmal mit der maximal möglichen Wiederholungszahl ausgeführt. «Die Muskulatur kann man mit mehreren Sätzen ermüden – oder eben in einem Satz, der intensiv genug sein muss», erklärt Professor Dr. Dr. Jürgen Gießing von der Universität Koblenz-Landau das HIT-Prinzip. «Damit ein Muskel wächst, muss ein überschwelliger und kein maximaler Reiz vorliegen.» Das bedeutet: Das Gewicht muss die Muskeln schon ziemlich fordern – ansonsten bleibt ein Trainingseffekt aus.
Für seine Studie ließ der Sportwissenschaftler seine Studenten zehn Wochen lang zweimal wöchentlich mit insgesamt neun Übungen im Kraftraum schwitzen. Eine Gruppe absolvierte das herkömmliche Mehrsatztraining mit drei Sätzen, also mit 27 Sätzen pro Trainingseinheit. Die andere Versuchsgruppe machte nur einen HIT-Satz pro Übung – d. h. 9 Sätze pro Trainingseinheit. Die HIT-Trainierenden absolvierten also nur ein Drittel des Trainingsumfanges der Mehrsatz-Trainierenden. Trotzdem war der Kraftgewinn in der HIT-Gruppe deutlich größer. Besonders beeindruckend: Fast alle HITProbanden konnten in nur zehn Wochen deutlich Muskelmasse zulegen (im Schnitt knapp ein Kilogramm) und gleichzeitig ihren Körperfettanteil senken.
«Entscheidend für den Trainingserfolg ist die Intensität – ist sie hoch genug, reicht bereits ein Satz von jeder Übung», bringt Professor Gießing die Ergebnisse auf den Punkt. «Das macht’s zwar anstrengend, aber dafür reichen zwei Trainingseinheiten pro Woche und eine begrenzte Anzahl von Übungen sowohl für Frauen als auch für Männer.» Weiterer Vorteil: Das Training spart Zeit im Vergleich mit dem üblichen Mehrsatztraining vieler Fitnessstudios.

Die schönsten Geschichten schreibt noch immer das Leben. Oder das Training. Wenn tagtäglich tausende von Kunden in den Kieser Training-Betrieben ihre Muskeln kräftigen, bleibt das Leben eben nicht vor der Eingangstür – sondern passiert mittendrin. Unsere neue Serie: Reportagen aus dem Maschinenraum. Diesmal: Weltenbummler Ray Galvin erzählt von seinen trainierenden Reise-Erlebnissen.
Gäbe es einen Weltrekord im Kieser Training-Betriebe-Wechseln, wäre ich wohl ganz weit vorn mit dabei. Eigentlich müsste ich die Städte, in denen ich in den letzten sieben Jahren trainiert habe, mal nachzählen. Aber leider waren es so viele, dass ich die Zahl nur schätzen könnte. 25 waren es mindestens. Vielleicht auch 35. Oder sogar mehr?
Kurios daran: Bin ich zu Hause in Cambridge, schaffe ich es nur einmal pro Woche zum Training. England hat nämlich den entscheidenden Nachteil, dass Kieser Training nur in London vertreten ist und so «reise» ich einmal wöchentlich fürs Training dorthin. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Kieser’sche Infrastruktur eindeutig besser. Ein Grund, warum ich mich 2004 auf Anraten eines befreundeten deutschen Arztes für Kieser Training entschieden habe. Auf beruflichen und privaten Reisen nutze ich die international gültige Mitgliedschaft. Der andere Grund? Klar, meine Rückenschmerzen! Die sich übrigens selbst mit meiner Einmalpro- Woche-Trainingsfrequenz spürbar gebessert haben.
Aber mein Training hat durchaus Mehrwert: Mit meiner Partnerin unternehme ich jeden Sommer lange Radtouren durch Europa – manchmal sind es über 1.000 Kilometer. Da kommt man an vielen Kieser Training- Betrieben vorbei – z. B. in Würzburg, Augsburg, Ulm, Stuttgart, Heilbronn, Hamburg, Zürich, Wien oder Graz. Oft lege ich eine spontane Trainingspause ein, wenn ich an den typischen gelbblauen Schildern vorbeiradle. So trainiere ich auf diesen Touren meist zwei- oder dreimal in der Woche. Dafür habe ich übrigens immer eine Kopie meines Trainingsplanes in der Tasche. Nur einmal hatte ich ihn verbummelt. Da hat der Betrieb in London angerufen und mir meinen Trainingsplan von dort faxen lassen.
Egal, wo ich bin – das Personal freut sich immer über einen Gast aus London. Ich bekomme überall die hilfreichen Tipps, um meine Technik zu verbessern. Kieser Training ist eben überall Kieser Training! Manchmal ist das schon surreal: Überall sind es die gleichen Maschinen, Farben, Aktenschränke, Wasserbrunnen, Spinde und Duschen. Nur die Uhren sind immer ein wenig anders – und manchmal findet man das Eingangsschild nicht so leicht.
Dafür finde ich aber meist einen guten Kaffee nach dem Training wie z. B. in Wien. Dort soll es ja die besten Kaffeehäuser geben – den leckersten Espresso habe ich aber im McCafe direkt unter Kieser am Franz-Josefs- Bahnhof getrunken. Oder in Freiburg: Schlendert man vormittags in die Altstadt, gibt’s im Café Ramazzotti einen guten Cappuccino für nur 1 Euro. Irgendwann möchte ich gerne einen Kaffee nach dem Training in Auckland trinken – das ist meine Heimat und ich warte noch auf die Eröffnung des ersten neuseeländischen Kieser Training-Betriebes.
