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Die Marke als Versprechen

Wir sprachen mit Volker Pommerening, Leiter der Abteilung für Qualitätssicherung von Kieser Training Deutschland, über die Bedeutung von Qualität.


Volker Pommerening
Leiter der Qualitätssicherung
Kieser Training Deutschland

Herr Pommerening, Sie leiten die Qualitätssicherung bei Kieser Training. Was bedeutet Qualität für Sie?
Qualität bedeutet für uns, dass wir die Erwartung unserer Kunden an eine stimmige Dienstleistung im Sinne unseres Konzeptes erfüllen. Kieser Training ist ein Franchiseunternehmen mit über 140 Betrieben weltweit. Alle Betriebe bieten präventives und therapeutisches Krafttraining an und sind im Wesentlichen gleich ausgestattet. Überall wo Kieser Training draufsteht, soll auch Kieser Training drin sein. Schließlich gibt eine Marke immer auch ein Versprechen.

Über 140 Betriebe, in denen viele verschiedene Persönlichkeiten arbeiten. Man sagt, viele Köche verderben den Brei.
Damit das nicht passiert, gibt es «Kochrezepte». Das sind unsere Standards. Sie legen die Zutaten und Abläufe fest und lassen dennoch Spielraum für die individuelle Würze. Das «Wie» vermitteln wir in unserer internen Ausbildung.

Wie wichtig ist der einheitliche Auftritt?
Die Marke muss ein Gesicht haben, das überall erkannt wird. Dazu gehört eine einheitliche Erscheinung, auch bekannt als Corporate Design, und ein einheitliches Verhalten oder Corporate Behaviour, die zur Identität des Unternehmens bzw. zur Corporate Identity beitragen. Und damit die Marke mit Leben füllen.

Hier spielen die Menschen, die bei Kieser Training arbeiten, eine große Rolle . . .
Genau. Wir empfehlen unseren Franchisenehmern, schon bei der Einstellung darauf zu achten, dass ihre Mitarbeiter entweder einen sportwissenschaftlichen oder paramedizinischen Hintergrund besitzen oder einen Abschluss als Gesundheitstrainer an der mit uns kooperierenden Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheit nachweisen. Uns liegt aber auch deren kommunikative Kompetenz am Herzen. Deshalb arbeiten wir in der Ausbildung mit dem Kommunikationspsychologen Prof. Friedemann Schulz von Thun zusammen.

Welche Aufgabe hat nun Ihre Abteilung – die Qualitätssicherung?
Wir untersuchen, wie gut die Standards in den Betrieben gelebt und umgesetzt werden. Durch unsere Beobachtungen vor Ort kann die Geschäftsleitung die eigene Wahrnehmung mit unserer abgleichen und wenn nötig «nachwürzen».

Solche Untersuchungen sind aber doch eher eine Momentaufnahme?
Deshalb besuchen wir jeden Betrieb mindestens zwei Mal jährlich. Dabei beobachten erfahrene Mitarbeiter die Abläufe. Um es nicht bei diesen Momentaufnahmen zu belassen, integrieren wir zusätzliche Wahrnehmungskanäle: Mit einem externen Anbieter führen wir ein Mystery Shopping durch. Hier prüfen unvoreingenommene Testkunden unseren Service inkl. der ärztlichen Dienstleistung. Eine weitere externe Bewertung erfahren die Betriebe durch die jährliche Überprüfung des TÜV. Sehr wichtig sind uns darüber hinaus die Rückmeldungen unserer Kunden. Viele nutzen die Möglichkeit, sich per Mail oder Brief über ihre Eindrücke in den Betrieben zu äußern.

Qualitätssicherung ist also eine zentrale Aufgabe in einem Franchisesystem?
Ja; obwohl ich lieber den Begriff der «Qualitätsentwicklung» benutze. Wir prüfen die Ergebnisse aus den genannten Wahrnehmungskanälen auf mögliche Erneuerungen und zusätzlichen Ausbildungsbedarf.

Unser Ziel ist es letztlich, die Umsetzung des Konzeptes in den Betrieben zu gewährleisten, um den Trainingsnutzen stetig zu verbessern. Es geht uns darum, unseren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes den «Rücken zu stärken» und damit die Lebensqualität zu steigern.

Exklusive Unikate aus dem Wallis

Taschen aus Törbel liegen im Trend: Die kultigen Filztaschen aus alten Armeedecken der Marke Karlen Swiss sind längst über die Grenzen hinaus bekannt. Exklusiv für Kieser Training fertigte die Sattlerei in den Walliser Bergen jetzt einen Sportsack.


Törbel ist ein typisches Walliser Bergdorf – 1.500 Meter über dem Meer – an einem sonnigen Südhang gelegen. 1951 gründet Schuhmacher und Sattler Titus Karlen hier seine Werkstatt – fertigt Schuhe, Rucksäcke und Lederriemen u. a. für die Schweizer Armee sowie Zaumzeug oder mit Stickereien verzierte Glockenriemen für Kampfkühe.

Designer-Handarbeit aus recycelten Stoffen
Als Karlen senior auf die 70 zugeht, übernehmen sein Sohn Hans-Jörg und dessen Frau Yvonne 1998 das Unternehmen und schaffen fortan modische Handarbeit aus recycelten Stoffen. Auf der Suche nach Loden, der in guter Qualität nur schwer zu kriegen ist, entdeckt Karlen junior bei der Schweizer Armee einen ähnlichen Stoff: alte kratzige Decken, deren Restbestände er kaufte. Daraus nähen die Mitarbeiterinnen der Sattlerei – inzwischen sind es zehn – Taschen, Rucksäcke und Etuis. Die Army Recycling-Taschen treffen den Zeitgeist: Der Hype auf die Taschen mit dem Schweizer Kreuz hält nun seit über zehn Jahren an. Geliefert wird nach Deutschland, Österreich, Japan oder in die USA. An eine Auslagerung der Produktion denken die Karlens nicht. «Im Dorf gibt es wenig Arbeitsplätze und wir setzen alles daran, diese zu erhalten», sagt Yvonne Karlen, die die Werkstatt leitet. «Die Mitarbeiterinnen können die Arbeitszeiten grösstenteils selber wählen. Hauptsache, das Produkt ist zum terminierten Zeitpunkt fertig. Unsere Mitarbeiterinnen danken das mit hohem Einsatz und Qualitätsarbeit.» Um frische Ideen in die Produktion zu bringen, arbeitet das Familienunternehmen mit verschiedenen Schweizer Designern zusammen. Längst recyclen sie auch andere Schweizer Stoffe. Die «Zugvögel»-Taschen zum Beispiel entstehen aus alten Sitzbezügen der SBB, die «Alpenzauber»-Produkte aus Postsäcken.

Ein «Kultsack» für Kieser
Exklusiv für Kieser Training fertigt die kleine Sattlerei jetzt einen Sportsack – aus dem Stoff, aus dem früher Polizeiuniformen genäht wurden. Werner Kieser wollte seinen Kunden schon lange einen praktischen Sportsack anbieten. «In den 50ern hatte jeder so einen Sack. Es war das anspruchslose, praktische Behältnis für buchstäblich alles. Leider verschwanden die Dinger vom Markt», erzählt er. Seitdem ärgern den Unternehmer die grossen, ostentativ beschrifteten Sporttaschen, die nur deshalb so gross seien, damit das Logo der Firma Platz habe: «Fürs Training sind sie viel zu gross. Sie passen auch nicht in unsere Spinde», erklärt er. Die Idee des Sportsacks lässt ihn nicht mehr los. Kieser geht auf die Suche. Doch wird er weder bei Herstellern im In- noch im Ausland fündig. «An einem Samstag entdeckte ich ihn dann bei einem Gang über den Flohmarkt im Zürcher Kreis 4 einen originalen Sportsack aus den 50ern. Ich beschloss, ihn produzieren zu lassen.»

«Bei aller Reduktion auf das Wesentliche – die Qualität muss stimmen.»
Eine erste Version entsteht bereits 2005 – aus grauem wasserfestem Stoff. «Der Sack war schön, aber der Stoff störrisch», sagt Kieser. Er sucht einen Schweizer Sattlermeister, der einen neuen Sack fertigen soll. Und findet Hans-Jörg Karlen. Dem ist die Idee des Sportsackes nicht fremd – im Gegenteil – er ist begeistert: «Den haben wir in kleinen Mengen immer produziert. Das ist ein Liebhaberstück – ein Kultsack eben.» Karlen schickt Kieser einen Prototyp. Dieser ist von der Qualität überzeugt. Mehr noch: «Mir gefällt es, dass der Sack bei einem kleinen Schweizer Traditionsunternehmen gefertigt wird, das eine gute Idee zur Marke gemacht hat», erklärt Kieser. Auch von der Recycling-Idee ist er begeistert: «Der Stoff ist angenehm weich und dennoch robust und wasserabweisend. Das ungefärbte Rindsleder stammt von einer deutschen Firma, die auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit setzt. Jede Tasche ist handgenäht, ein Unikat aus den Walliser Bergen.» Und das Logo? Ist dezent im Lederboden eingeprägt.

Kieser Training- Sportsack im 50er-Jahre-Stil


 

Hersteller: Karlen Swiss, Törbel (Schweiz)

Material: recycelter Schweizer Polizeiuniform-Stoff/ungefärbtes Rindsleder

Erhältlich in den Schweizer Kieser Training-Betrieben für CHF 59,-

www.karlenswiss.ch

 

 

 

 

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